Korbach

Die Entstehung des Treffpunkt Korbach Ende der siebziger Jahre ist auf eine Initiative der psychi-atrischen Klinik der Universität Marburg zurückzuführen. Dr. Bruno Hildenbrand und Frau Brigitte Schmidt, engagierte Mitarbeiter der Universität Marburg, boten zunächst eine Gesprächsgruppe für ehemalige Psychiatriepatienten an, die sich einmal die Woche in Räumen der Kiliansgemeinde traf. 1980 wurde dann von interessierte Bürgerinnen und Bürger in Zusammenarbeit mit dem Psychiatrischen Krankenhaus der Universität Marburg in Korbach der erste "Treffpunkt e.V." gegründet.

Mit der Einrichtung der Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle (PSKB) zog der Treffpunkt 1981 in den Eidinghäuser Weg bei „Oma Behle“ ein. Ab 1986 übernahm man dann auch die gemeindepsychiatrische Versorgung. Im gleichen Jahr wurde das Angebot um die Tagesstätte erweitert. Die Zahl der Hilfesuchenden stieg stetig, die Räume im Eidinghäuser Weg wurden mit der Zeit zu eng. 1987 erfolgte der Umzug in die angemieteten Räume der Flechtdorfer Straße 11.

Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen, Tagesstätten und Betreutes Wohnen wurden aufgebaut. Der Betreuungsverein wurde nach dem Betreuungsrecht anerkannt.

1987 gründeten die vier Ortsvereine aus Bad Arolsen, Bad Wildungen, Frankenberg und Korbach als Dachorganisation zur Abwicklung der finanziellen Angelegenheiten den „Kreisverband der Treffpunkte e.V.“

1992 sah sich der Verein seinen Fortbestand gefährdet, weil der Eigentümer das Haus verkaufen wollte. So sah man im Kauf des Hauses die einzige Möglichkeit, die Fortführung seiner Arbeit zu sichern. Mit Hilfe von Zuschüssen vom Land Hessen, der Stadt Korbach, dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und der Aktion Sorgenkind konnte das Haus gekauft werden.

1999 wurde in Korbach vom Kreisverband ein Wohnheim für psychisch kranke Menschen einge-richtet. Damit steht der Bevölkerung ein leistungsfähiges gemeindepsychiatrisches Versorgungsangebot zur Verfügung. Die dezentralen Strukturen dieses flächendeckenden Angebots ermöglichen eine wohnortnahe Betreuung und Begleitung von Menschen mit psychischer Erkrankung und ihrer Angehörigen.

Doch die ehrenamtliche Arbeit im Vorstand des Vereins stieß an ihre Grenzen. Mittlerweile werden 16 Mitarbeiter am Standort beschäftigt. Nach einer umfassenden Strukturreform im Jahre 2004 wurden alle Arbeitsbereiche mit Ausnahme der Betreuungsvereine sowie die Personalhoheit an den Kreisverband übertragen. Es werden zwei hauptamtliche Vorstände berufen.

Der Ortsverein in Korbach wird weiter ehrenamtlich geführt und finanziert sich auch aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen.

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der paritaetischeDeutscher Paritätische Wohlfahrtsverband
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Chronologie:

1997 Gesprächsgruppe für ehemalige Patienten der Marburger Klinik in den Räumen der Kiliansgemeinde
1980 Gründung des gemeinnützigen Vereins
1981 Eröffnung einer Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle
Einrichtung einer Tagesstätte
1987 Umzug in das Haus in der Flechtdorferstraße 11
Betreutes Wohnen wird angeboten
1988 Mitgliedschaft im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Hessen
1992 Erwerb des Hauses in die Flechtdorferstraße 11
1996 Zusammenschluss im Kreisverband der Treffpunkte e.V.
Gründung eines Betreuungsvereins und  Anerkennung nach dem Betreuungsrecht
1997 Abschluss der Umbauarbeiten in der Flechtdorfer Straße 11
2000 Eine Praxis für Ergotherapie wird eingerichtet
2009 Erweiterung der Räumlichkeiten, erneut verbunden mit Umbauarbeiten
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